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Alter Friedhof

Stadtpark „Alter Friedhof“

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Im Mittelalter wurden die Toten in Homberg auf dem „Gottesacker“ rund um die Stadtkirche bestattet .

Seit dem Jahr 1580 wurde der Friedhof der inzwischen größer gewordenen Stadt außerhalb

der Stadtmauern vor dem Westheimer Tor angelegt.

Dieses nordwestlich des Stadtkerns gelegene ca 2 ha große Areal wurde dann ab dem beginnenden 20. JH ,nachdem weiter nordöstlich ein hangaufwärts gelegener Bezirk als

neues Friedhofsgelände erschlossen worden war , nicht mehr belegt und mehr und mehr als städtische Parkanlage genutzt.

Das leicht schräg geneigte Gelände am Fuße des Schlossberges war mit geschwungen angelegten Wegen und altem Baumbestand gut für Erholungszwecke geeignet .

Die alten Grabstätten blieben zunächst bestehen und wurden erst im Lauf der Jahrzehnte nach und nach aufgelassen.

Einige Gräber alter Homberger Familien und für die Stadtgeschichte bedeutsamer Personen

sind an ihren Örtlichkeiten eingeebnet erhalten geblieben und anhand ihrer Grabdenkmale bis heute zu erkennen.So finden sich beispielsweise die Gräber der beiden Äbtissinen des sog- „Wallensteinschen“ adligen Damenstifts Charlotte von Gilsa und Marianne vom Stein,die wichtige Unterstützerinnen des Dörnbergschen Aufstandes von 1809 gegen Jerome Bonaparte waren, des ehemaligen Hessischen Staatsministers Carl Rohde,des langjährigen Homberger Bürgermeisters Winter und des ersten Leiters der Homberger Taubstummenschule Christian Salomon Schafft.

Der Pädagoge Wilhelm Volckmar hat sich u.a. als Kirchenmusiker einen Namen gemacht,

und der Metropolitan Hoffmann war ein Wortführer der „Renitenten“, die sich der Annahme der von Preußen verfügten Kirchenunion von Lutheranern und Reformierten widersetzten.

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Der Verein Bürger für Homberg hat im Jahr 2012 einen Übersichtsplan der ehemaligen Friedhofsanlage angefertigt und im Eingangsbereich angebracht.Außerdem sind die wichtigsten historischen Gräber durch wetterbeständige Informationstafeln kenntlich gemacht worden.

 

Der Park bietet mit seiner Lage zwischen Altstadt,Kreisbehörden,katholischem Kirchen-

bezirk und Kasseler Straße mit dem entstehenden großen Einkaufszentrum einen willkommenen Grünbereich und Erholungsbezirk für jeden Tag.

 

Seit dem Hessentag im Jahr 2008 sind außerdem zahlreiche größere Veranstaltungen,z.B. das alljährlich Anfang August angebotene Weinfest, mit Erfolg und jeweils großer Publikumsbeteiligung durchgeführt worden .

 

 

Grabsteine bekannter Homberger Familien aus dem frühen 17.JH sind während der 30er

Jahre des 20. JH an der friedhofseitigen Rückwand des Bus-Wartehäuschens an der

oberen Kasseler Straße aufgestellt worden, wo sie erheblich Witterungseinflüssen ausgesetzt

sind

Derzeit plant der Verein, das Bus-Wartehäuschen zu sanieren und mit einem verlängerten hinteren Dachüberstand zu versehen, um den erwähnten Grabsteinen aus der Barockzeit bessern Schutz zu gewähren.Die dazu notwendigen Baumaßnahmen sind ausgeschrieben.

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